Microsoft hat kürzlich eine wesentliche Änderung angekündigt: Microsoft Defender Threat Intelligence (MDTI) wird mit Microsoft Defender XDR und Microsoft Sentinel zusammengeführt. Dieser Schritt vereinfacht den Zugriff auf Bedrohungsinformationen und verändert die Art und Weise, wie Unternehmen diese Funktionen lizenzieren. Die Aktualisierung, die im Message Center-Beitrag MC1192257 näher beschrieben wird, betrifft IT-Verantwortliche, die für die Verwaltung der Microsoft 365-Sicherheitslizenzen zuständig sind.
Wichtige Änderungen bei der Lizenzierung
- MDTI als eigenständige Lösung wird eingestellt: MDTI wird nicht mehr separat verkauft. Ab dem 1. August 2026 ist für den Zugriff eine Defender- oder Sentinel-Lizenz erforderlich.
- In Microsoft 365 E5 enthalten: Die MDTI-Funktionen sind ohne zusätzliche Kosten in der Microsoft 365 E5-Sicherheitslizenz enthalten.
- Keine zusätzlichen Gebühren: Nutzer von Defender XDR und Sentinel erhalten MDTI-Funktionen ohne zusätzliche Kosten und sind somit weniger auf Threat-Intelligence-Tools von Drittanbietern angewiesen.

Was ist MDTI?
MDTI ist die Threat-Intelligence-Plattform von Microsoft. Sie liefert Daten zu Angreifern, Malware und Sicherheitslücken. Früher war MDTI ein eigenständiges Produkt. Nun wird es in Defender und Sentinel integriert, sodass Informationen zu Bedrohungen direkt in den Tools verfügbar sind, die Sicherheitsteams nutzen.
Warum diese Konvergenz?
Microsoft will die Sicherheitsabläufe optimieren:
- Unified Threat Intelligence: Bedrohungsdaten werden direkt in den Dashboards von Defender und Sentinel angezeigt.
- Kein Wechsel zwischen Portalen mehr: Bedrohungsberichte und IoCs sind nun im Defender-Portal verfügbar.
- Schnellere Reaktion: IoCs lassen sich mit Sentinel-Fällen verknüpfen und helfen den Teams so, schnell zu handeln.
- Kundenfeedback: Die Nutzer wünschten sich eine einfachere, integrierte Benutzererfahrung.
Lizenzierung und Berechtigungen
Die größte Veränderung betrifft die Art und Weise, wie MDTI lizenziert wird:
- Keine eigenständigen Lizenzen mehr: MDTI wird als eigenständiges Produkt eingestellt.
- Kombiniertes Abonnement: Defender XDR und Sentinel umfassen nun MDTI-Funktionen.
- E5-Kunden profitieren am meisten: Microsoft bestätigt, dass MDTI in den E5-Sicherheitsplänen enthalten ist.
- Sentinel-Nutzer: Greifen Sie über einen kostenlosen Konnektor auf MDTI zu. Es können bestimmte Kosten für die Dateneingabe anfallen.

Lizenzierungsszenarien
| Lizenztyp | MDTI-Zugang nach der Konvergenz |
|---|---|
| Microsoft 365 E5 | Im Preis inbegriffen, ohne Aufpreis |
| Microsoft 365 E3 (ohne Zusatzmodule) | Nicht enthalten |
| E5 Security-Add-on oder Defender P2 | Im Lieferumfang enthalten |
| Microsoft Sentinel | Über einen Anschluss enthalten; es können Einlieferungsgebühren anfallen |
| Eigenständiges MDTI | Tritt am 1. August 2026 in den Ruhestand |
Auswirkungen auf den Haushalt und die Verlängerung
- Kosteneinsparungen: Es sind keine separaten MDTI-Abonnements oder Abonnements für Bedrohungsinformationen von Drittanbietern erforderlich.
- Besserer ROI: E5 bietet nun mehr Funktionen und damit einen höheren Nutzen.
- E3-Kunden: Möglicherweise müssen Sie Ihre Defender-Lizenzen aktualisieren oder weitere hinzufügen.
- Verlängerungsplanung: Abstimmung mit Microsoft zur Übertragung der Lizenzen.
- Tool-Konsolidierung: Prüfen Sie, ob die vorhandenen Tools zur Bedrohungsanalyse weiterhin benötigt werden.
Was IT-Führungskräfte tun sollten
- Überprüfen Sie die aktuellen Lizenzen und die Berechtigungsvoraussetzungen.
- Planen Sie die Umstellung vor August 2026.
- Aktualisieren Sie die interne Dokumentation und die APIs.
- SOC-Teams in neuen Arbeitsabläufen schulen.
- Bewerten Sie Threat-Intelligence-Tools von Drittanbietern im Hinblick auf Redundanz.

Abschließende Gedanken
Diese Zusammenführung vereinfacht die Lizenzierung und steigert den Wert der Sicherheitslösungen von Microsoft. Für E5- und Sentinel-Nutzer bedeutet dies mehr Funktionen ohne zusätzliche Kosten. Für alle anderen ist es an der Zeit, die Lizenzierung zu überprüfen und die Umstellung zu planen. Microsoft macht den Zugriff auf Bedrohungsinformationen einfacher und kostengünstiger und hilft Unternehmen so, ihre Sicherheit zu verbessern und gleichzeitig ihre Budgets effektiv zu verwalten.
Häufig gestellte Fragen zur MDTI-Migration
Frage: Wird MDTI weiterhin als eigenständiges Produkt erhältlich sein?
A. Nein. MDTI wird nicht mehr als eigenständiges Produkt verkauft. Das eigenständige Angebot wird am 1. August 2026 eingestellt, und für den weiteren Zugriff ist eine Microsoft Defender- oder Microsoft Sentinel-Lizenz erforderlich.
Frage: Welche Microsoft-Lizenzen umfassen MDTI?
A. MDTI ist im Lieferumfang enthalten:
- Microsoft 365 E5 (ohne zusätzliche Kosten)
- E5 Security Add-on oder Microsoft Defender for Endpoint P2
- Microsoft Defender XDR, Microsoft Sentinel (über einen Connector; es können Gebühren für die Datenerfassung anfallen)
MDTI ist in Microsoft 365 E3 nicht enthalten, es sei denn, es werden zusätzliche Sicherheitslizenzen hinzugefügt.
Frage: Müssen Microsoft 365 E5-Kunden irgendwelche Maßnahmen ergreifen?
A. Im Allgemeinen nein. MDTI ist bereits in Microsoft 365 E5 enthalten. Organisationen sollten jedoch den Zugriff überprüfen und sicherstellen, dass die Sicherheitsteams wissen, wie MDTI in Defender und Sentinel genutzt wird.
Frage: Fallen für Nutzer von Microsoft Sentinel zusätzliche Kosten an?
A. Der Zugriff auf MDTI ist über einen kostenlosen Konnektor möglich, es können jedoch je nach Datenvolumen die üblichen Kosten für die Datenerfassung und -analyse durch Sentinel anfallen.
Frage: Was passiert, wenn wir derzeit eine eigenständige MDTI-Lösung nutzen?
A. Unternehmen, die MDTI als eigenständige Lösung nutzen, sollten die Umstellung auf Defender XDR oder Microsoft Sentinel bis zum 1. August 2026 planen. Eine frühzeitige Planung trägt dazu bei, Betriebsunterbrechungen und Lizenzlücken zu vermeiden.
Frage: Kann MDTI Tools von Drittanbietern für Bedrohungsinformationen ersetzen?
A. In vielen Fällen ja. Da MDTI nun in Defender und Sentinel integriert ist, können Unternehmen möglicherweise überschneidende Abonnements für Bedrohungsinformationen von Drittanbietern kündigen. Es wird empfohlen, vor der Vornahme von Änderungen eine Überprüfung der vorhandenen Tools durchzuführen.



